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Der Influencer ist tot; es lebe der Influencer!


Halloween steht vor der Tür und der kontrovers diskutierte keltische Feiertag bringt allerhand Monster und Getier mit sich. Da erschien es uns passend mal ein Thema aufzugreifen, das Halloween recht ähnlich und mindestens genau so umstritten ist: das Influencer-Marketing.


Beide Dinge waren plötzlich da und niemand wusste so genau warum, aber alle waren sich einig: der Trend muss aus Amerika stammen! Und genau wie Kürbisköpfe und Mumien kann einem das Auftreten mancher Social-Media-Stars gehörig Angst einjagen, denn Influencer üben eine beträchtliche Menge an Einfluss auf ihre Zielgruppe aus. Durch hohe Followerzahlen ihrer Social-Media-Profile fungieren sie als Lifestyle-Vorbilder für ihre Zielgruppen und das haben sich Marken in der jüngsten Vergangenheit zunutze gemacht: sie bezahlen Blogger und Youtuber mit hoher Reichweite dafür, ihre Produkte auf einer passenden Plattform zu präsentieren.

In einem unserer vergangenen Blogbeiträge haben wir die Vorteile von Influencer-Marketing aufgezählt. Aber nun wurden die Influencer als Marketingstrategie für tot erklärt – und nicht nur das. Influencer, so heißt es, seien sozusagen Untote, die nicht still und allein ihr Zombie-Dasein fristen, sondern den Marken in dunklen Ecken auflauern und sie mit verwesenden Händen zerfleischen. Die Marken versuchen sich vor der Seuche zu retten, indem sie sich in den Bunkern der altbewährten Marketingstrategien verbarrikadieren und sich bis an die Zähne mit E-Mail-Newslettern und Printwerbung bewaffnen. In den Windstößen, die vertrocknetes Gras und Staub durch die öde Landschaft pusten, schwingt ein beißender Gestank mit. Doch der Gestank wird nicht durch die verwesenden Körper der Influencer verursacht – vielmehr stinkt es nach voreiligen Urteilen und fehlendem Praxiswissen.

Erinnern wir uns an die Zeit vor der Apokalypse, an die Zeit des blinden Vertrauens in Blogger und Vlogger als Allheil-Mittel für ein unattraktives Markenimage. Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hielt, bezahlte Influencer um der Zielgruppe das Produkt schmackhaft zu machen. Doch bald zogen dunkle Wolken auf über dem gelobten Land der Blogosphäre. Schnell verbreiteten sich Gerüchte über schwindelerregende Summen, die Influencer angeblich verdienten und Gier machte sich breit unter den kleinen Bloggern. Mit fiebrigem Blick und Dollarzeichen in den Augen machten die kleinen Blogger sich daran, Follower zu kaufen um auch etwas von der fetten Sahnetorte der ach-so-glamourösen Werbeindustrie abzubekommen. So die Seuche an, sich zu verbeiten.

Zurück in der Gegenwart wird der Werbeindustrie vorgeworfen, die influencerfressende Seuche ausgelöst zu haben. In Wirklichkeit trifft die Werbeindustrie aber nur ein Teil der Schuld. Sie sah tatenlos zu, als CEOs und Führungskräfte aus werbefremden Tätigkeitsbereichen die Influencer auswählten und die zum Teil völlig übertriebenen Honorare widerspruchslos bezahlten.

Wie bei jeder Seuche, die die Bevölkerung zu vernichten droht, wird auch hier an einem Gegenmittel gearbeitet. Die Labore, in denen die Wissenschaftler arbeiten, sind hermetisch abgeriegelt, doch Gerüchte lassen vermuten, dass mit altmodischen Strategien wie gesundem Menschenverstand und einer minimalen Menge an Fachwissen ein Großteil der Influencer geheilt werden könnte. Hätten die Führungskräfte die Auswahl und den Umgang mit den Influencern ihren Marketingabteilungen und Werbeagenturen überlassen, hätte man den Tod dieser Kommunikationsstrategie verhindern können. Sie war doch noch so jung.

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